Für naturheilkundlich orientierte Ärzte sind Kenntnisse über das Grundregulations-system nach Pischinger Pflicht. Leider gehört die "Kür", nämlich die Beschäftigung mit den Grundlagen der Stoffwechselregulation gewöhnlich nicht mehr zum Programm. Wer sich aber intensiv damit auseinandergesetzt hat, kann sich kaum vorstellen, jemals wieder seine Patienten ohne diese Kenntnisse zu therapieren.
Worin liegt der besondere Wert für die Praxis?
Die Medizin könnte wesentlich einfacher, überschaubarer und effizienter sein, insbesondere bei der Vielzahl chronischer Erkrankungen. Deren hohe Zahl liegt m.E. nicht primär an der zunehmenden Belastung durch die Umwelt, sondern am falschen Verständnis pathophysiologischer Abläufe im Organismus. Lineares Kausalitätsdenken führt schnell an die Grenze des Machbaren. Komplex vernetzte Strukturen, so wie sie der Organismus aufweist, können von außen nicht umfassend analysiert werden. Deshalb ist es notwendig, die einfachen (!) Grundprinzipien herauszuarbeiten, auf denen funktionelle Abläufe basieren.
Sämtliche im Organismus ablaufenden Prozesse sind untrennbar mit der Stoffwechsel-regulation verknüpft. Bei allen diagnostischen wie therapeutischen Überlegungen müssen deshalb deren Gesetzmäßigkeiten mit einfließen. Diese sind jedoch klar überschaubar, da sie einem polaren Prinzip unterliegen. Nachdem die aktuelle Stoffwechsellage beim einzelnen Patienten bestimmt wurde, leiten sich davon sämtliche Therapiemaßnahmen ab – von den Medikamenten bis hin zur Ernährung. Aber auch der Therapiefortschritt läßt sich an der veränderten Stoffwechsellage ablesen, was eine enorme Therapiesicherheit schafft. Die Basis zum richtigen Verständnis liefert die Dreikomponenten-Theorie nach J. Schole.
Die Erkenntnisse um die Stoffwechselregulation stellen eine enorme Bereicherung der praktischen Arbeit mit dem Patienten dar. Wegen der daraus resultierenden Vorteile sind sie aus der Praxis nicht mehr wegzudenken.
Stoffwechselregulation:
Bereits vor über 20 Jahren wurden von J. Schole die wissenschaftlichen Grundlagen der Stoffwechselregulation im Rahmen der Drei-Komponenten-Theorie veröffentlicht. Die Konsequenzen, die sich daraus für die Medizin ableiten, sind sehr umfassend, weil sich damit ein sehr direkter Zugang zu allen Erkrankungen finden läßt, und zwar in Bezug auf Entstehung und Behandlung derselben bis hin zur Ernährung. Wegen der umfangreichen Thematik werden hier nur einige Besonderheiten herausgestellt. Als Literatur für das weiterführende Studium (siehe Literaturanhang) wird primär das Grundlagenwerk "Regulationskrankheiten" von J. Schole und Lutz empfohlen. Eine verkürzte Darlegung ist den Büchern des Autors "Biophysikalische Informations-Therapie" und "Synergistisch-biologische Krebstherapie" von B. Köhler zu entnehmen.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß in der "offiziellen" Meinung zur Stoffwechselregulation sehr viele Ungereimtheiten auftauchen. Ein Grund liegt darin, daß bisher angenommen wurde, daß in Abhängigkeit von einer Substratanhäufung Stoffwechselvorgänge gebremst oder beschleunigt würden (allosterische Beeinflussung der Phosphofruktokinase). Das wurde als Pasteur-Effekt bezeichnet. Nach heutigen Erkenntnissen zeigt sich aber, daß der Pasteur-Effekt in erster Linie vom Redox-Status der Zelle abhängig ist und auch negativ werden kann. Das Glutathionsystem kann als Spiegelbild des Redoxsystems gesehen werden mit nahtloser Interkonversion (als Arbeitsteilung zu verstehen). Hier zeigen sich direkte Zusammenhänge mit dem Funktionszustand des Immunsystems
Der anabole Synthese- und der katabole Energie-Stoffwechsel sind miteinander verknüpft und bedingen sich gegenseitig. Keiner von beiden kann korrekt beschrieben werden, ohne gleichzeitige Berücksichtigung des Partners (YIN-YANG-Prinzip). Ihre Aktivität ist im Ruhezustand gleich. Sie wird durch die sog. Basisregulation gewährleistet, welche durch Oxydations- und Reduktionsvorgänge gekennzeichnet ist, durch den Austausch von Elektronen (Elektronendonator-Akzeptor-Reaktionen), ein ständiges Geben und Nehmen. Das Redox-Potential bestimmt die Basisregulation und gewährleistet damit den "Alltags-stoffwechsel" der Zellen.

Abb. 1: Das polare Prinzip der Stoffwechselregulation
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Kommt es nun zu Reizbelastungen – das kann Streß sein, aber auch eine Belastung durch Toxine, Mikroben, Viren usw. – dann treten übergeordnete hormonelle Regulatoren in Kraft, um möglichst rasch eine angemessene Adaptation an die Belastung herbeizuführen. Dabei werden nicht beide Stoffwechselanteile gleichzeitig "hochgefahren", sondern nacheinander. In der Zeitverzögerung, dem "Hinterherhinken" liegt der Krankheitswert. Im ausgeruhten Zustand - mit entsprechenden Reserven an Cortisol und anabolen Peptiden – ist der Ausgleich auf höherem energetischen Niveau bereits nach 1 Stunde (!) erfolgt. Sonst dauert es 4-5 Tage und läuft meist mit den Symptomen einer akuten Erkrankung (die als Heilreaktion verstanden werden muß!) nach der "Alarmreaktion" nach Selye ab.
Nach J. Schole kann nur dann eine Stoffwechselregulation erfolgen, wenn 3 Komponenten als sog. "Basisregulatoren" gleichzeitig im Einsatz sind: Schildrüsenhormone und Cortisol (aktivieren die Flavinenzyme in den Mitochondrien und wirken deshalb katabol), sowie STH, bzw. die anabolen Zellpeptide (hemmen die Flavinenzyme).
Das Verhältnis der einzelnen Komponenten zueinander, d.h. die Höhe der einzelnen Regulatorspiegel bestimmen die vorherrschende Stoffwechsellage (anabol – katabol). Diese wird daher vom schwächsten Partner bestimmt. Das, was vorherrscht, ist also immer aus einem Mangel entstanden (vergl. Abb. 3) - ein häufig anzutreffendes Prinzip.

Abb. 2: Basisregulation des Stoffwechsels und ihre Entgleisungen (aus "Biophysikalische Informations-Therapie", B. Köhler, Urban & Fischer-Verlag 2002)
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Durch Vernetzung mit dem Vegetativum wirken sich zusätzlich modulierend Acetylcholin (anabol), sowie Noradrenalin (katabol) aus. Dies zeigt sich insbesondere dann verstärkt (katabol), wenn vermehrt Dauerstreßfaktoren vorliegen (Herde, Toxine usw.).
Weitere Vernetzungen ergeben sich mit den Sexualhormonen – Östradiol (anabol)/Progesteron (katabol) und Testosterol (anabol)/Corticosteroid (katabol). Auftretende Insuffizienzen der Hormondrüsen (Klimakterium des Mannes oder der Frau) wirken sich dem entsprechend aus.
Nun ist auch bekannt, daß STH, welches einen überwiegend katabolen Stoffwechsel (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs u.a.) in die Normalität überführen könnte, dann nicht freigesetzt werden kann, wenn der Insulinspiegel hoch ist (durch zu viele Kohlenhydrate), oder Psychodauerstreß herrscht (hemmt STH-Releasinghormon).
Im anderen Fall einer überwiegend anabolen Stoffwechsellage kann ein Grund der Mangel an Cortisol sein, durch ein Versagen der Nebenniere, oder eine Dysthyreose mit unzureichender Ausschüttung der Schilddrüsenhormone, wodurch eine Regulation des Stoffwechsels ebenfalls unmöglich wird. Dies sollte geprüft und evtl. durch Substitution ausgeglichen werden.
Wie aus Abb. 2 hervorgeht, gibt es aber noch eine ganze Reihe anderer Faktoren, die zu einer Hemmung der ausgleichenden Komponente beitragen können. Aus dieser Sicht kann der Grund einer nicht erfolgten Heilung (nicht der Erkrankung selbst!) immer darin gesucht werden, daß die ausgleichenden Kräfte aus verschiedenen (!) Gründen nicht wirksam werden können.

Abb. 3: Stoffwechselregulation und unzureichende Belastungsadaptation, links des katabolen, rechts des anabolen Schenkels (aus "Synergistisch-biologische Krebstherapie", B. Köhler, Comed-Verlag 1998)
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Gesundheit liegt genau in der Mitte zwischen anabol und katabol, wobei sich eine Oszillation um diesen Mittelwert durch zirkadiane Rhythmen ergibt. Die Merkmale einer chronischen Erkrankung zeigen sich in einem Verlust der Rhythmik (durch welche nach H. Heine die Homöostase hergestellt wird), sowie der Unmöglichkeit, von selbst in den Ausgleich zu kommen. Sie kann deshalb als anabol oder katabol eingeordnet werden, je nachdem, welcher Schenkel überwiegt. Leider sind die Bezeichnungen irreführend. Eigentlich müßten Krankheiten danach benannt werden, wo der Mangel liegt, weil dort auch therapeutisch angesetzt werden muß. Die Zuordnung "anabol" heißt, daß dieser Zustand vorherrscht (z.B. Asthma bronchiale) und verleitet dazu, ein "Anti"-Mittel einzusetzen. Die Blockade liegt jedoch auf der katabolen Seite und müßte primär dort gelöst werden!
Wegen der Komplexität der Zusammenhänge und deren eminenter Wichtigkeit werden hier die zusammenfassenden Ausführungen von J. Schole abschließend wörtlich wiedergegeben:
"Aufbauend auf dem Pasteur-Effekt, als dem elementarsten Regulationsprinzip, sprechen alle experimentellen Fakten und alle Indizien dafür, daß die Basisregulation in allen Zellen eines höheren Organismus über das Redoxpotential erfolgt, ergänzt durch die Möglichkeiten der Interkonversion und Allosterie. Die "Second-Messenger-Systeme" werden nicht für die Basisregulation, sondern für sehr schnelle Reaktionen, z. B. in speziellen Regelkreisen eingesetzt, wodurch das gesamte Regulationssystem eine enge Vernetzung erfährt. Die Basisregulation erfolgt durch Zweikomponenten-Systeme: Corticosteroide und Schilddrüsenhormone regulieren als katabole Komponente den Energiestoffwechsel (Mitochondrien, Zellkern) und durch Somatotropin bereitgestellte Peptide als anabole Komponente den Synthesestoffwechsel im Bereich des Cytosols und Zellkerns (Hauptstoffwechselhormone des Endokriniums).
Ein zweites System, das – mit dem Endokrinium eng verknüpft – zur Modulation dieser Basisregulation eingesetzt wird, besteht aus dem Noradrenalin als kataboler und dem Acetylcholin als anaboler Komponente (Vegetativum). Die Komponenten beider Systeme müssen in optimaler Relation zueinander in ausreichender Höhe in den Zellen vorliegen, um einen optimalen und ausreichend stabilen stationären Zustand zwischen Energie- und Synthesestoffwechsel und damit einen für die verschiedenen Zellkompartimente idealen Redox-Status zu garantieren (Optimale – stabile "Stoffwechsellage"; entspricht dem Begriff "Gesundheit").
Bei der positiven Belastungsadaptation werden die Hauptstoffwechselhormone innerhalb einer Stunde aus den Depots bereitgestellt, unter hochsignifikanter Steigerung der Funktionstüchtigkeit des Organismus. Bei längerer Belastung erfolgt unter Beteiligung des Zellkerns eine Anpassung der Enzymmuster, Mitochondrienzahlen etc. an die neue Situation. Bei bevorzugter Bereitstellung einer Komponente kommt es zu regulativen Entgleisungen, die als Regulationskrankheiten bekannt geworden sind (negative Belastungsadaptation; entspricht dem Begriff der "Chronischen Krankheit"). Bei starken psychischen Belastungen ist die Somatotropinbereitstellung gestört ("Adaptationssyndrom"), beim Schock die Bereitstellung der Corticoide. Dazwischen gibt es für alle Gewebsbereiche alle Übergange.
Die Kenntnis der Konzentration und damit der Wirksamkeiten beider endokriner und beider vegetativer Komponenten in einem Organismus ist daher in der Medizin für die Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von außerordentlicher Bedeutung."
Was hier hochwissenschaftlich ausgedrückt wurde, hat sehr tiefgreifende praktische Konsequenzen für die gesamte Medizin, deren Bedeutung als revolutionär angesehen werden muß. Dies soll hier stichpunktartig erläutert werden.
Akute Erkrankungen entstehen nur, wenn die Cortisolspeicher, bzw. anabolen Peptide durch Streß erschöpft sind, weil dann eine Belastungsadaptation nach der Sofortreaktion (Dauer 1 Stunde) nicht mehr möglich ist. In diesem Fall erfolgt "Stufe 2" des Abwehrprogramms, die Alarmreaktion nach Selye, welche 7 Tage dauert. Die hierbei auftretenden Symptome (Fieber, Schwitzen etc.) müssen als Heilreaktion verstanden und dürfen nicht unterdrückt werden.
Chronische Erkrankungen werden wegen ihrer Symptomatik in anabole und katabole eingeteilt. Die Ursache ist in jedem Fall jedoch das Versagen der polaren Stoffwechsel-aktivität (Energie- oder Synthesestoffwechsel). Die zugrundeliegende Blockade muß diagnostisch erfaßt und gezielt behandelt werden. Sie kann auf allen Ebenen des Daseins liegen, von der Psyche bis hin zu tief materiell. Jede chronische Erkrankung muß deshalb primär daraufhin untersucht werden, wodurch die normale Stoffwechselregulation gestört wurde.
Ernährung wirkt sich direkt auf die Regulation des Stoffwechsels und damit auf den Krankheitsverlauf aus. Ihr Stellenwert kann deshalb nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der entscheidende regelnde Faktor hierbei sind die Kohlenhydrate! Weil sie "schnelle Verbrenner" sind, kurbeln sie grundsätzlich den katabolen Stoffwechsel an und hemmen zusätzlich die Ausschüttung des anabol wirkenden STH. Damit tritt gleichzeitig eine Immunsuppression ein. Bei allen katabolen Erkrankungen (Herz-Kreislauf bis hin zum Krebs) sollte deshalb eine Kohlenhydratrestriktion erfolgen. Die vegetarische Kost kann nur bei bestimmten anabolen Erkrankungen (Rheuma, Lebercirrhose, Asthma) empfohlen werden.
Arteriosklerose entsteht durch die permanent katabole Stoffwechsellage des Endothels auf Grund zu hohen Konsums an Kohlenhydraten, bei gleichzeitiger Anabolie von Leber und Fettgewebe. Der Blutfettspiegel spielt dabei nicht die primäre Rolle! Es können keine atheromatösen Plaques entstehen, ohne die katabole (saure) Stoffwechsellage. Die Folge davon ist der Anstieg des Cholesterins, nicht umgekehrt. Eine kausale Behandlung ist also auch hier die Kohlenhydratrestriktion und nicht der Fettverzicht.
Cholesterin wird zu 80% vom Organismus selbst aufgebaut und ist ein unverzichtbarer Schutzfaktor für die Zellen bei Entzündungen. Dann wird es verstärkt synthetisiert. Es ist der Ausgangsstoff für alle Steroidhormone (damit auch Cortisol) und muß unter Streß (katabole Stoffwechsellage) vermehrt gebildet werden. Die chronische Cholesterinerhöhung ist ein Streßparameter und kann auf eine Herdbelastung hindeuten. Die medikamentöse Senkung einer erworbenen Hypercholesterinämie ohne Abklärung der inneren oder äußeren Dauer-streßursache muß als Kunstfehler eingestuft werden.
Therapieverfahren müssen grundsätzlich nach ihren Auswirkungen auf die, jeder Erkrankung zugrundeliegende, Stoffwechselstörung hin angewandt werden. Die größte Effizienz weist jene Methode auf, welche den geschwächten Schenkel wirkungsvoll unterstützen kann. Dies bezieht sich auf alle Verfahren, technisch, manuell oder medikamentös.
Hormone beeinflussen nicht nur den Stoffwechsel, einige davon sind absolut notwendig, um eine Stoffwechselregulation überhaupt zu ermöglichen. Dazu gehören T3, T4, Cortisol, sowie STH, bzw. die anabolen Peptide. Heilungsvorgänge können verhindert werden, wenn eine Insuffizienz der entsprechenden Hormondrüsen vorliegt. Das muß diagnostisch erfaßt, und durch Stimulation bzw. Substitution entsprechend ausgeglichen werden.
Immunsystem und Stoffwechselregulation gehören zusammen und sollten in ihren Wechselwirkungen verstanden werden. Das stärkste immunstimulierende Hormon ist das STH. Bei Abwehrschwächen und chronischen konsumierenden Erkrankungen sollten alle hemmenden Einflüsse auf die Ausschüttung von STH untersucht werden. Dazu gehören psychischer Dauerstreß ebenso wie der Genuß zu vieler Kohlenhydrate. Die Produktion von Antikörpern ist ein anaboler Vorgang.
Radikale müssen differenziert betrachtet werden. Sie wirken sich vorzugsweise bei katabolen Stoffwechsellagen zerstörend aus und sollten mit Radikalfängern entschärft werden. Anabole Erkrankungen weisen einen Mangel an freien Ladungsträgern auf, weshalb hier Radikale sehr hilfreich sein können. Radikalfänger sollten deshalb nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden, dafür kann jedoch beispielsweise Ozontherapie (Ozon ist ein Radikal 2. Ordnung). Singulett-Sauerstoff (Radikal 1. Ordnung) im Rahmen der HOT bei beiden Stoffwechsellagen eingesetzt werden.
Elektrolyte
Die Forschungen über das Grundregulationssystem n. Pischinger haben gezeigt, daß vier Hauptelektrolyten (Na, K, Ca, Mg) eine besondere Bedeutung zukommt, da sie das polare Reiz-Antwort-Verhalten der Matrix beeinflussen. Die Verabreichung einzelner Fraktionen wirkt sich deshalb direkt auf die Stoffwechselregulation aus. Natrium und Magnesium wirken anabol, Kalium und Calcium katabol. Das ist der Grund, warum Magnesium bei den (katabolen) Herzerkrankungen ebenso mit Erfolg eingesetzt wird, wie Calcium bei der (anabolen) akuten Allergie.
Diese Auflistung könnte beliebig fortgesetzt werden. Es zeigt sich daran, daß die Beurteilung von Körperfunktionen und der Einsatz bestimmter Therapieverfahren ohne die Berücksich-tigung der aktuellen Stoffwechsellage zu groben Fehlern führen muß.
Fazit:
Sämtliche chronische Erkrankungen können in 2 Gruppen eingeteilt werden: Eine mit starrer anaboler Stoffwechsellage (durch verminderte katabole Aktivität), die andere mit starrer kataboler Stoffwechsellage (durch verminderte anabole Aktivität). Das Therapieziel muß darauf abgestellt werden, nämlich den schwächeren Bereich zu unterstützen, ganz gleich auf welcher Ebene man sich dem Patienten nähert. Das gilt für die Psychotherapie ebenso wie für Diätberatungen, medikamentöse oder energetische Behandlungen. Dadurch wird Empirie zur kausalen Medizin.
Ohne Kenntnis der Stoffwechselregulation, welche von J. Schole in seiner 3-Komponen-ten-Theorie explizit beschrieben wurde, können pathophysiologische Prozesse im Organismus nicht richtig zugeordnet werden, woraus Fehlinterpretationen resultieren können.
Anabole und katabole Aktivität sind immer gleichzeitig vorhanden, weil auch hier das polare Prinzip gilt. Im Ruhezustand sind beide gleich stark, was durch die Basis-regulation gewährleistet wird.
Bei stärkeren Belastungen werden Regulatoren eingeschaltet. Um eine Anpassung der Stoffwechsellage zu erzielen, müssen alle 3 Komponenten (T 3, T 4 und Cortisol für katabol, STH bzw. anabole Peptide für anabol) gleichzeitig vorhanden sein. Überwiegt eines von beiden, ist der Grund im Mangel zu suchen. Dort muß die Therapie ansetzen. Nicht das Vorherrschende wird bekämpft, sondern der Mangel ausgeglichen, indem der schwächere Anteil gestärkt wird. Dazu müssen verschiedene Ebenen in Betracht gezogen werden.
Korrespondenzadresse:
Dr. med. Bodo Köhler
Facharzt für Innere Medizin
Homöopathie und Naturheilverfahren
Brombergstraße 33
D-79102 Freiburg
Literaturhinweise:
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Budwig, J.: "Das Fettsyndrom"
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Budwig, J.: "Die elementare Funktion der Atmung..."
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Heine, H.: "Lehrbuch der Biologischen Medizin", Hippokrates-Verlag
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Kaucher, E.: "Gegenwart und Zukunft der Menschheit - Neues Denken in der Medizin"
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Köhler, B.: "Biophysikalische Informations-Therapie", G.Fischer-Verlag 1997
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Köhler, B.: "Das praktische Arbeitsbuch zur BIT", Comed-Verlag 1997
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Köhler, B.: "Synergistisch-biologische Krebstherapie", Comed-Verlag 1998
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Köhler, B.: "Lehrbuch der Symmetropathie", Medicus-Verlag Freiburg 2000
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Köhler, B.: "Die Grundlagen des Lebens", Verlag Vedeel 2001
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Rapoport, S.M.: "Medizinische Biochemie"
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Schole, J./Lutz: "Regulationskrankheiten", Verlag Vedeel 2001
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Temelie, B.: "Ernährung nach den 5 Elementen", Joy-Verlag Sulzberg 1992
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"Diet, Nutrition and Cancer", Bericht des National Research Council
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